Zu Beginn des Pessach-Festes sind die israelischen Sicherheitskräfte in erhöhter Alarmbereitschaft. Aus Angst vor Anschlägen hat die Armee nun auch das palästinensische Westjordanland abgesperrt. Die Grenzübergänge seien am Freitag und am Samstag geschlossen, sagte eine Armeesprecherin.
Die Ausreise sei an diesen beiden Tagen nur in medizinischen und humanitären Fällen erlaubt. Der palästinensische Gazastreifen ist grundsätzlich abgeriegelt. Israel erlaubt die Ausreise nur in Ausnahmefällen.
Die Gläubigen in Israel feiern von Freitagabend an für eine Woche das Pessach-Fest. Dabei wird an den Auszug der Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten erinnert. Die israelische Armee riegelt aus Anlass des Festes jedes Jahr die Palästinensergebiete ab.
Erst am Montag waren etwa 20 Menschen bei einem Bombenanschlag auf einen Bus in Jerusalem verletzt worden. Die Polizei hatte am Donnerstag die Festnahme mehrerer Hamas-Mitglieder bekannt gegeben. Sie sollen an der Planung des Anschlags beteiligt gewesen sein.
Durch Gewalt in Israel und den Palästinensergebiete sind seit Oktober 201 Palästinenser, 28 Israelis und vier Ausländer getötet wurden. Bei der Mehrzahl der getöteten Palästinenser handelte es sich um erwiesene oder mutmaßliche Attentäter, die zumeist Messer, seltener auch Schusswaffen oder Autos für ihre Angriffe nutzten. Andere starben bei Protestaktionen gegen die israelische Besatzung des Westjordanlands und Ostjerusalems.